Überschussladen

Mit dem cFos Charging Manager und einer Solaranlage können Sie dafür sorgen, dass Ihr Auto (fast (*)) nur geladen wird, wenn solare Überschussleistung zur Verfügung steht. Überschuss = Erzeugung minus Hausverbrauch.

Hierfür können Sie eine Laderegel vom Typ "Solar" einrichten. Als Modus wählen Sie "Solarüberschuss". Als "Start Stromlimit" wählen Sie den Überschuss-Strom, den die Solaranlage erzeugen soll, ab dem diese Regel gelten soll.

Screenshot cFos Charging Manager Dokumentation - Überschussladen

Regel 2: Solar, Start Stromlimit: 6,5 A (6500 mA), "Solarüberschuss", dadurch wird ab einer durchschnittlichen Einspeisung von 6,5 A das Überschussladen mit dem vorhandenen Überschuss aktiviert.

Um zu entscheiden, ob die Laderegel gerade gilt verwendet der cFos Charging Manager bei den solaren Laderegeln einen über ca. 15 Minuten gleitenden Durchschnitt, damit das Laden nicht bei kurzfristigen Leistungseinbrüchen, wie z.B. durch vorüberziehenden Wolken, unterbrochen wird.

Sie können diese Durchschnittswerte ablesen, indem Sie im Charging Manager den virtuellen Zähler "Produced Power, Avg." für die solaren Laderegeln verwenden, bzw. bei Überschuss den Zähler "Grid demand, Avg." einrichten. Wenn Sie diese Zähler ein paar Tage beobachten, finden Sie geeignete Werte für die Solarregeln.

Der Überschuss-Strom ist der Strom, der in Netz eingespeist werden würde. Um diesen zu ermitteln muss der Charging Manager diesen messen können. Hierzu gibt es folgende Möglichkeiten:

  1. Einrichten mit einem Zähler "Netzbezug". Sie installieren einen (bidirektionalen) Zähler am Übergabepunkt des Hausanschluss. Wenn dieser Zähler negative Werte anzeigt, speisen Sie ein und diese Strom steht dem Überschussladen zur Verfügung. Als Zähler eignen sich z.B. Modbus Zähler oder interne Netzbezugs-Zähler Ihrer Solaranlage.
  2. Sie messen mit geeignetem Zähler Ihren Hausverbrauch und die Erzeugungsleistung. Hierfür reichen einfach S0-Zähler aus. Der Charging Manager zieht dann von der Erzeugungsleistung den Hausverbrauch ab und stellt die restliche Leistung zum Laden zur Verfügung.

Die Erzeugungsleistung kann mit einem extra Zähler gemessen werden. Alternativ können Sie u.U. die Werte aus Ihrer Solaranlage direkt auslesen. Beachten Sie dazu unsere Liste von aktuell unterstützten Geräten.

Hinweis: Wenn Sie Zähler verwenden, die den Strom phasenweise erfassen, kann der cFos Charging Manager (insbesondere bei ein- oder zweiphasig ladenden Autos) die Ladeleistung phasenweise steuern und damit optimieren. Bei Zählern die nur einen Leistungswert bezogen auf die Anzahl verwendeter Phasen ausgeben, legt der Charging Manager die Leistung gleichmäßig auf die Phasen um, was zu gewissen Ungenauigkeiten führt. In diesem Fall (und auch im Falle plötzlichen starken Verbrauchs) sollten Sie eine ausreichend hohe Leistungsreserve einstellen.

(*) Durch die Verwendung von gleitenden Durchschnitten kann im Grenzbereich ein leichter Netzbezug bzw. Einspeisung entstehen.

Stromspeicher

Die Steuerung in einem Stromspeicher versucht immer den Netzbezug und die Netzeinspeisung zu minimieren. Dies können Sie dem cFos Charging Manager mitteilen, indem Sie einen Zähler mit der Rolle "Solarspeicher" einrichten. In diesem Falle gilt ein sich entladender Speicher als Erzeuger (der Zähler zeigt negative Leistungswerte), d.h. diese Energie steht dem Laden des Autos zur Verfügung. Ein ladender Speicher (der Zähler zeigt positive Leistungswerte) gilt allerdings nicht als Verbraucher, weil der Speicher die Ladung sofort stoppt, wenn die Ladeleistung für das Laden des Elektroauto verwendet wird. Der cFos Charging Manager ignoriert also bei Zählern mit der Rolle "Solarspeicher" dessen Verbrauch.

Falls Ihr Stromspeicher nicht über einen bidirektionalen Zähler verfügt, können Sie einen externen Zähler einbauen. Meist empfehlen sich bidirektionale Modbus-Zähler, aber, je nach Anordnung der Zähler in der Installation kann es auch mit mehreren S0-Zählern (oder anderen unidirektionalen Zählern) gehen, was im Einzelfall zu prüfen ist.