Wallbox ohne Zähler:
Der cFos Charging Manager geht hier davon aus, dass das Auto immer den gesamten angebotenen Ladestrom nutzt. Sie können mit der Option "Phasen" einstellen, mit welchen Phasen das Auto lädt. Falls das Auto die so angebotene Leistung nicht abnimmt, kann der Charging Manager diese nicht anderen Autos zur Verfügung stellen.

Wallbox ohne Energiezähler:
Hat die Wallbox keinen Zähler für die geladenen kWh, berechnet der cFos Charging Manager näherungsweise die geladene Energie aus dem Ladestrom und der Ladezeit (Softmeter).

Wallbox mit S0-Zähler:
Der cFos Charging Manager weiß, mit welcher Leistung das Auto gerade lädt und kann nicht abgerufene Leistung anderen Autos zur Verfügung stellen. Da S0-Zähler nur Pulse pro kWh senden, kann der Charging Manager nicht wissen, auf welcher Phase geladen wird. Sie sollten mit der Option "Phasen" einstellen, welche Phasen tatsächlich genutzt werden. Da der cFos Charging Manager die Ladeströme für alle 3 Phasen einzeln betrachtet, kann er dann Autos, die auf anderen Phasen laden, den zur Verfügung stehenden Strom zuteilen.
Mehrere Wallboxen sollten Sie unbedingt mit einer Phasenrotation anschließen, um Spitzenströme auf einzelnen Phasen zu vermeiden und dies dem cFos Charging Manager auch in der Wallbox Konfiguration unter "Phasenrotation" mitteilen. Falls Sie verschiedene Fahrzeuge laden, die unterschiedliche Phasen nutzen, können Ungenauigkeiten entstehen und Sie sollten in den cFos Charging Manager Einstellungen eine Regelreserve einstellen.

Wallbox mit phasengenauem Zähler:
Wenn die Wallbox pro Phase den vom Auto genutzten Strom misst, kann der cFos Charging Manager den für alle Wallboxen resultierenden Ladestrom genau berechnen. Sie brauchen also auch dann keine Regelreserve einstellen, wenn Sie mit unterschiedlichen Fahrzeugen laden.

Wallboxen mit angeheftetem Zähler:
Falls die Wallbox nicht über einen Zähler verfügt, können Sie einen externen Zähler in die Zuleitung einbauen (lassen), diesen im cFos Charging Manager als Gerät hinzufügen und ihn dann in den Wallboxen Einstellungen der Wallbox "anheften". Dann erscheint diese Wallbox für den cFos Charging Manager wie eine mit eingebautem Zähler.

cFos Power Brain Wallbox:
Die cFos Power Brain Wallbox gibt es entweder mit eingebautem oder externen Zähler. Falls Sie den externen Zähler zum Messen der Wallbox Leistung verwenden möchten, sollten Sie diesen anheften (siehe oben). Bei cFos Power Brain Wallboxen, die als Slave betrieben werden, sollten Sie den Zähler im Slave anheften. Dann erscheint diese wie eine Wallbox mit eingebautem Zähler.

Zähler für den Hausverbrauch:
Ohne Verbrauchszähler kann der cFos Charging Manager nicht wissen, wie stark der Hausanschluss mit seiner Maximalleistung wirklich belastet ist. Sie müssen in diesem Fall in den Charging Manager Einstellungen als maximale Hausanschlussleistung die Leistung eintragen, die den Wallboxen jederzeit zur Verfügung steht, egal welche Verbraucher sonst existieren -> Statisches Lastmanagement. In vielen Fällen ist dies ausreichend. In vielen Fällen wird aber die vorhandene Hausanschlussleistung nur zu Spitzenzeiten als Hausverbrauch genutzt und kann an den restlichen Stunden zum Laden der Autos genutzt werden. In diesem Fall empfiehlt sich ein Zähler, der den Hausverbrauch ohne die Wallboxen, misst. Am besten installieren Sie hier einen 3-phasig auflösenden Zähler, sonst müssen Sie eine Leistungsreserve einplanen. Dann tragen Sie in den cFos Charging Manager Einstellungen als maximale Hausanschlussleistung den Wert ein, den Sie bei Ihrem Energieversorger für Ihr Haus beauftragt haben. Der cFos Charging Manager stellt diese Leistung, abzüglich der aktuellen Leistung, die das Haus momentan braucht, dann phasengenau den Wallboxen zur Verfügung. Ein solcher Zähler hat im Charging Manager die Rolle "Verbrauch".
Auf diese Weise können Sie sich in vielen Fällen eine Erhöhung der Hausanschlussleistung und damit verbundene Aufrüstkosten und Baukostenzuschüsse ersparen.

Zähler für große Ströme:
Bei Strömen bis ca. 80–100 A können Sie direktmessende Zähler verwenden. Hier werden die Phasen durch den Zähler durchgeführt. Dazu muss der Zähler so ausgelegt sein, dass er die Ströme dauerhaft aushalten kann.
In großen Häusern entstehen höhere Ströme, sodass es leichter ist, die Phasen durch sogenannte Messwandler zu verlegen. Das sind Spulen, in denen ein Strom induziert wird, wenn auf den Leitungen der einzelnen Phasen Strom fließt. Diesen induzierten Strom kann der Wandlerzähler dann messen. Es gibt sogar Modelle, die besonders klein sind, weil sie dann keine großen Klemmen haben müssen (1–2 Teilungseinheiten).
In Mehrfamilienhäusern können Sie solche Wandlerzähler in Absprache mit dem Energieversorger auch im "verplombten" Bereich in den Zählerschränken oder in einen NH-Verteiler einbauen. Das ist leichter als viele denken! Solche Zähler mit Messspulen heißen Wandlerzähler.

Zähler für die Erzeugung:
Sollten Sie eine Solaranlage (PV) oder ein BHKW betreiben und die erzeugte Leistung den Wallboxen zur Verfügung stellen, können Sie im cFos Charging Manager einen Erzeugungszähler konfigurieren. Entweder installieren Sie einen externen Zähler oder nutzen als Zähler den/die Wechselrichter Ihrer Solaranlage. Der cFos Charging Manager berechnet dann die den Wallboxen zur Verfügung stehende Ladeleistung wie oben (bei Zähler für den Hausverbrauch), wobei er die aktuelle Erzeugungsleistung den Wallboxen zusätzlich zuschlägt. Solche Zähler sollten Sie im Charging Manager mit der Rolle "Erzeugung" einstellen.

Zähler für Netzbezug:
Wenn Sie Zähler für Verbrauch (und Erzeugung) haben, brauchen Sie nicht unbedingt Zähler für die Wallboxen, denn der cFos Charging Manager geht dann (siehe oben) davon aus, dass die Wallboxen immer die ihnen angebotene Leistung abnehmen.
Statt Zähler für den Hausverbrauch (und für die Erzeugung) zu installieren, können Sie auch einen zentralen Zähler direkt am Hausanschlusspunkt installieren. Wenn sich in Ihrem Haus eine Erzeugungsanlage befindet, muss dieser Zähler bidirektional sein! Dieser hat dann die Rolle "Netzbezug".
Den Hausverbrauch berechnet der cFos Charging Manager dann, indem er von dem mit diesem Netzbezugszähler gemessenen Wert den Wallbox-Verbrauch abzieht. Hierzu brauchen Sie dann entweder in allen Wallboxen einen Zähler oder einen Gesamtzähler für alle Wallboxen (Rolle "Verbrauch E-Auto"). Ohne Wallboxzähler wäre sonst der Hausverbrauch potentiell zu niedrig abgeschätzt.

Zähler für den solaren Überschuss:
Am einfachsten realisieren Sie die Messung des solaren Überschuss mittels bidirektionalem(!) Netzbezugszähler (siehe oben) und Zähler(n) für alle Wallboxen. Dann können Sie im cFos Charging Manager eine Laderegel für Überschussladen konfigurieren. Alternativ können Sie aber auch Verbrauchs- und Erzeugungszähler (oft der Wechselrichter Ihrer Solaranlage) installieren. Näheres hierzu unter Solares Überschussladen.

Virtuelle Zähler:
Der cFos Charging Manager bietet folgende "virtuelle" Zähler an:

  • "Consumed EVSE Power" Summe Verbrauch aller momentan ladenden Wallboxen
  • "Consumed non-EVSE Power" Summe aller Verbraucher ohne Wallboxen
  • "Grid Demand" Errechneter oder gemessener Netzbezug
  • "Power avail. for EVSEs" Allen Wallboxen zur Verfügung stehende Leistung
  • "Power remaining for EVSEs" Verbleibende (nicht genutzte) Leistung für Wallboxen
  • "Produced Power" Summe aller Erzeuger
  • "Produced Power, AVG" Summe aller Erzeuger, gleitender Durchschnitt
  • "Surplus" Errechneter solarer Überschuss
  • "Surplus, AVG" Errechneter solarer Überschuss, gleitender Durchschnitt

Diese können Sie zusätzlich einrichten, um einen Überblick über diese Werte zu haben.

Fortgeschrittene Zähler:
Der virtuelle Zähler vom Typ "Expression" erlaubt mittels Formeln, Zählerwerte aus anderen Zählerwerten zusammenzusetzen. Näheres dazu unter Formeln für Zähler und Laderegeln.

HTTP-Input-Zähler:
Falls der cFos Charging Manager einen bestimmten Zähler nicht unterstützt, können Sie einen HTTP-Input-Zähler einrichten und diesen mit HTTP Requests mit den relevanten Werten füttern. Siehe hierzu cFos Charging Manager HTTP API.